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Welcher Ultraschall-Detektor?

Verfasst: 27. Juni 2017 21:32
von bvnizo
Hallo,

ich würde mir gerne einen Detektor zur Erfassung von Heuschrecken zulegen. Welches Modell könnt Ihr denn empfehlen? D 200 von Pettersson?

Schöne Grüße,

Sebastian

Re: Welcher Ultraschall-Detektor?

Verfasst: 29. Juni 2017 22:36
von Florin Rutschmann
Hallo Sebastian

Einige Angaben findest du vielleicht auch in diesem Beitrag.

Es ist vor allem eine Frage des Budgets bzw. wie viel du für das Gerät bereit bist auf den Tisch zu legen. Selber verwende ich die BatBox Duet und bin damit sehr zufrieden. Von mir aus dürfte die Kiste noch deutlich kompakter und kleiner sein. Bestellen kannst du den am besten über die Webseite von www.nhbs.com.

Viele Grüsse aus Griechenland
Florin

Re: Welcher Ultraschall-Detektor?

Verfasst: 3. Juli 2017 20:36
von Bruno Keist
Hallo,
mit der BatBox Duet bin ich noch immer zufrieden, musste sie nach einigen Jahren mal innerlich reinigen lassen in unserem Radio-TV Geschäft für 15.-, jetzt ist alles wieder gut.
Ich lege noch ein Oscillogramm an von Metrioptera brachyptera und Pseudochorthippus parallelus mit Frequenzdivision aus vielleicht 10 m aufgenommen und mit Batsound visualisert. Kann sehr nützlich sein zur Bestimmung auf Distanz
gruss
bruno keist
METBRA PSEPAR.jpg

Re: Welcher Ultraschall-Detektor?

Verfasst: 13. Juli 2017 14:41
von sunspot
Hallo -

bin zwar aus Nordhessen (D), aber auch da rufen die Schrecken. Ich bin seit letzten Jahr nur sporadisch abends wg. Laubheuschrecken unterwegs gewesen und hatte erst einen (schon lange für FM genutzten) Pettersson D200 dabei, der ist sehr empfindlich was die Detektion angeht. Da ich gerne auch mal die Struktur der Gesänge (meist Roesellis, Zartschrecken, Strauchschrecken) für die Öffentlichkeitsarbeit darbieten wollte, erwarb ich letztes Jahr den Echtzeitdetektor Batlogger M (hauptsächlich natürlich für die Fläuse). Dieser nimmt die Gesänge auf, und kann die Files auch im Feld mit jedem beliebigen Pitch von 1x-20x verlangsamt über den eingebauten Lautsprecher wiedergeben - die Strukturen der Silben sind quasi live zu erleben. Leider ist der Logger längst nicht so empfindlich wie der D200, der kann vom gleichen Standort aus schon fast die Anzahl der Sänger erkennbar machen. Der Logger M nimmt die aber auch auf, es sind aber immer deutlich weniger im Monitoring-Modus hörbar - beim Processing im Gerät sind dann wieder 'alle' da, allerdings hörbar nur 'in Zeitlupe'. Die Einstellmöglichkeiten sind natürlich enorm (Crest, Crest Advanced mit jeweils mehreren Parametern) aber das Gerät ist halt auf FM optimiert, und da sind die Rufe der Schrecken ja eher unerwünscht. Sollte es eine Einstellung geben, welche das ändert wäre das mein ultimatives Gerät.
So nehme ich daher dann immer beide mit: den D200 zum detektieren und den Elekon (aus der Schweiz… ;-) zum Aufnehmen und Wiedergeben der Gesänge. Dass man bei D200 manuell die Frequenzen wählen muss, finde ich nicht schlimm: der Bereich 10-25kHz lässt sich mit dem Daumen schnell durchlaufen. Dass alle Pettersson bereits bei 10kHz anfangen (Batlogger 15kHz), ist für die Heuschreckengesangsbeobachtung sicher von Vorteil. Ich spiele immer noch mit dem Kaufwunsch des Pettersson M500, einem Mikrofon für smarte Endgeräte (Android als auch Apple-BS), aber man schleppt dann vielleicht auch noch'n kleinen Aktivlautsprecher mit, und die zusätzliche visuelle Darstellung lenkt vielleicht noch mehr ab, mal schauen…
Der D200 ist auch etwas empfindlicher als der Batscanner Stereo, den ich für Führungen auch mal angeschafft habe. Bei dem wird allerdings das komplette Frequenzband abgescannt, Alle drei haben kein Richtungshorn, wie z.B. das M500 (oder auch Vergleichsprodukte wie Echometer Touch). Aber dafür bin ich auch nicht Profi genug, um den Nutzen bewerten zu können. Ich mach das nur neben Vögeln&Fledis, und begleite für eine Heuschreckenkartierung in Hessen ein in der Nähe liegendes Refugium für die blauen Sphingonotus.

nordhessischer Gruß
Manfred